Fraktionsmitglieder 

Fraktionsvorsitzender 
1. Armin Klab

4. Thomas Kuzel

1. Silvia Feuerbaum

7. Paul Fischer

 6. Florian Grün

3. Elke Michel

Unsere Ziele

 Wofür steht die Initiative? 

  • Sachbezogene an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger orientierte Kommunalpolitik

 

  • Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen, aber keine Koalitionen im Gemeindeparlament – wir suchen den parteioffenen Konsens für ein zukunftssicheres Großkrotzenburg

 

  • Dabei sind wir frei von parteipolitischen Vorgaben – wir fühlen uns ausschließlich den Bürgerinnen und Bürgern von Großkrotzenburg verpflichtet 

Was sind unsere Ziele?

 

1. Finanzen 

  • Solide Gemeindefinanzen, um unnötige Belastungen der Bürgerinnen und Bürger zu vermeiden 
  • Absicherung wichtiger Projekte (Feuerwehr, Kläranlage, Jugendzentrum (JUZ), Seniorenanlage) im erforderlichen Rahmen 
  • Angemessene Steuern, Abgaben und Gebühren 
  • Kinderbetreuung bezahlbar halten 


 

Finanzen – Umgang mit Steuergeldern
Schaut man sich die Entwicklung der Schulden unserer Gemeinde im Haushalt 2026 an, ist zu erkennen, dass hier dringend gehandelt werden muss.

Entwicklung der Kreditschulden:
2024 von 6 Millionen € auf 24 Millionen € in 2029

Dies bedeutet, dass wir im Jahr 2029 jährlich rund 1,4 Millionen €, allein für Tilgung und Zinsen bei einem Zinssatz von 1%, zu zahlen haben und das bei einer Laufzeit von mehr als 20 Jahren.

Die Initiative hat in ihrem Wahlprogramm mehrere Punkte benannt, um dem entgegenzuwirken. Ein Schwerpunkt ist die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ), die erheblich ausgeweitet werden muss. Ziel solcher Kooperationen ist es, Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten, um zusätzliche Personal- sowie Sachkosten zu vermeiden. Auch die Frage nach sozialverträglichen Steuern und Gebühren, insbesondere im Bereich der Kinderbetreuung, ist ein zentrales Thema. Die Initiative verweist auf die Bedeutung einer ausgewogenen Gebührenstruktur, die sowohl die finanzielle Stabilität der Kommune als auch Belastbarkeit von Familien berücksichtigen soll.

Die Gemeinde plant Investitionen bis 2029 in Höhe von rund 26 Millionen €. Hier gilt es anzusetzen und diese auf das absolut Notwendige zu reduzieren. Hier brauchen wir eine Priorisierung von und bei den Investitionen. 

 

Asylunterkunft:
Ist erforderlich, sollte aber auf das absolute Minimum des Erforderlichen reduziert werden.

Brandschutz:
Neubau / Umbau der Feuerwehr
Ist zwingend erforderlich und muss schnellstens umgesetzt werden.
Wichtig ist, dass das, was wir jetzt tun, nachhaltig ist und für die nächsten 30-50 Jahre Bestand hat.

Neubau/Umbau des Bauhofs:
Ist wegen des Neubaus der Feuerwache auf dem derzeitigen Gelände des Bauhofes zwingend erforderlich und muss schnellstens umgesetzt werden. Jedoch sollte auch die Zusammenarbeit mit einer anderen Gemeinde auf diesem Gebiet ernsthaft geprüft werden.

Im Bereich der Verwaltungsmodernisierung steht der Ausbau der Digitalisierung im Mittelpunkt. Angestrebt wird, dass bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode ein Großteil der kommunalen Formulare online ausgefüllt und digital weiterverarbeitet werden kann. Dadurch sollen Arbeitsabläufe vereinfacht und personelle Ressourcen geschont werden. Hier gilt es, nicht alles selber zu machen und zu entwickeln. Vielmehr haben alle Gemeinden die gleiche Aufgabenstellung und jede Gemeinde kann mit ihrem Wissen einen Beitrag leisten. Auch die konsequente Beantragung von Fördermitteln aus Bundes- und Landesprogrammen wird thematisiert. Bei zukünftigen Investitionen soll verstärkt darauf geachtet werden, mögliche Fördergelder zu identifizieren und auszuschöpfen. Das Personal in der Verwaltung muss entsprechend geschult werden.


In Bezug auf die Straßenbeitragssatzung stehen wir für wiederkehrende Beiträge, die über viele Jahre und von einer breiteren Basis getragen werden. Nicht der jeweilige Anlieger zahlt für die Straßenerneuerung, sondern ein ganzes Gebiet. Die Straßen werden letztendlich von allen Bürgern benutzt. Die Möglichkeit, in bestimmten Fällen eine Ratenzahlung für Anlieger zu gewähren,
um hohe Einmalbelastungen zu vermeiden, halten wir für sinnvoll.

Die Initiative betont, dass sie weiterhin konstruktiv an nachhaltigen Lösungen für die Gemeinde arbeiten wird, d.h. Sicherung der finanziellen Stabilität, Erfüllung gesetzlicher Aufgaben und Gestaltung der Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Zur Realität gehört aber auch, dass die Gemeinde immer mehr gesetzliche Aufgaben (Bau und Erhalt der Infrastruktur, Sicherstellung der Kinderbetreuung, Unterbringung von Geflüchteten) zu erfüllen hat, ohne eine ausreichende finanzielle Ausstattung durch Bund und Land zu erhalten. 


2. Kommunikation & Transparenz 

  • Entscheidungen nachvollziehbar und für alle verständlich machen. 
  • Haushaltspläne in begreiflicher Sprache veröffentlichen 
  • Klarer Informationsfluss durch transparenten Zugang zu den Sitzungsunterlagen 



3. Infrastruktur 

  • Barrierefreiheit 
  • Sichere Rad- & Fußwege (z.B. Anbindung Fahrradweg an die L3308) 
  • Verbesserung der Parksituation 
  • Moderne Gemeinde durch digitale Infrastruktur (Glasfaserausbau in den Außenbereichen insbesondere für Gewerbe und Handel sicherstellen)


 

4. Kinder/Jugendliche und Senioren 

  • in Beteiligungsprozesse einbinden 
  • Absicherung der Kinderbetreuung 
  • Stärkung der Kinder-, Jugend- und Seniorenrechte nach der neuen Hessischen Gemeindeordnung 


 

Mehr Mitbestimmung für Jung und Alt – und verlässliche Kinderbetreuung


  • Unsere Gemeinde lebt davon, dass Menschen sich einbringen können – unabhängig vom Alter. Mit der umfassenden Änderung der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) vom 1. April 2025 wurden die Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern, Jugendlichen sowie Seniorinnen und Senioren deutlich gestärkt. Wir wollen diese neuen Möglichkeiten aktiv nutzen und in unserer Gemeinde fest verankern.
  • 1. Kinder, Jugendliche und Seniorinnen/Senioren beteiligen – verbindlich und nachvollziehbar
  •  a. Kinder und Jugendliche: Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden – altersgerecht
  • Die HGO eröffnet Gemeinden jetzt ausdrücklich die Möglichkeit, feste Beteiligungsformen einzurichten – zum Beispiel ein Kinder- und Jugendparlament, einen Beirat oder Beauftragte. Wichtig ist: Die Beteiligung soll nicht vom Zufall abhängen, sondern in einer Satzung klar geregelt sein. Genau das wollen wir umsetzen.
  • Was uns dabei besonders wichtig ist:
  • Frühzeitige Einbindung statt „wenn alles fertig ist“ Kinder und Jugendliche sollen nicht erst informiert werden, wenn Entscheidungen bereits getroffen sind. Bei Themen, die sie betreffen, sollen sie von Anfang an beteiligt werden.
  • Klare Rechte in den gemeindlichen Gremien Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche – passend zum Thema und Alter – Anhörungs-, Vorschlags-, Antrags- und Rederechte bekommen. Das heißt: Sie dürfen nicht nur Wünsche äußern, sondern können diese auch offiziell einbringen und in Sitzungen erklären.
  • Verlässliche Formate statt Einzelfall-Lösungen. Beteiligung soll regelmäßig stattfinden: mit festen Terminen, klaren Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern sowie transparenten Abläufen. Wer etwas vorschlägt, soll später auch erfahren: Was wurde daraus? Warum? Wann geht es weiter? 
  • Konkrete Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder:
  • Planung und Verbesserung von Spielplätzen, Schulhöfen und Bewegungsflächen
  • sichere Schulwege: Querungen, Beleuchtung, Tempo, Radwege
  • Freizeitflächen, Grünanlagen, Orte zum Spielen und Entdecken
  • „Kinder-Gemeindevertretungstage“: Kinder erklären ihre Ideen, Verwaltung und Politik geben Rückmeldung
  • Themen rund um Sauberkeit, Lärmschutz und ein gesundes Umfeld an Schulen und Kitas
  • Einbindung in kostenfreie Sport- und Kulturangebote z. B. Schnupperwochen, Ferienaktionen, Vereinskooperationen Konkrete Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche:
  • Mitgestaltung bei Projekten wie Skatepark, Jugendtreff, Veranstaltungen und Ferienangeboten
  • Anhörung von Jugendlichen vor wichtigen Entscheidungen: neue Bauprojekte, Verkehrsmaßnahmen, Freizeitflächen
  • attraktive Treffpunkte: z. B. WLAN-Zonen, Sitzgelegenheiten, sichere Orte ohne Konsumzwang
  • Beteiligung an Klima-, Digital- und Sozialprojekten: Ideenwettbewerbe, Jugend-AG, gemeinsame Aktionstage.
  • Unser Ziel: Kinder und Jugendliche sollen spüren, dass ihre Meinung wirklich zählt und dass Engagement in unserer Gemeinde etwas bewirken kann.
  • b) Seniorinnen und Senioren: Erfahrung nutzen, Alltag verbessern
  • Auch die Interessen älterer Menschen werden in der HGO besonders betont. Wir wollen eine verlässliche Beteiligung – z. B. über einen Seniorenbeirat oder eine/n Seniorenbeauftragte/n – ebenfalls per Satzung klar festlegen. Dabei geht es um Themen wie Barrierefreiheit, Mobilität, medizinische Versorgung, Begegnungsorte und Unterstützung im Alltag.
  • 2) Verlässliche Kinderbetreuung absichern
  • Eine stabile Betreuung ist für Familien, Arbeitgeber und das Zusammenleben in der Gemeinde entscheidend. Wir setzen uns dafür ein, die Regeln zur Betreuung in Kitas und Einrichtungen klar, rechtssicher und verständlich zu gestalten – orientiert an einem aktuellen Satzungsmuster des Hessischen Städte- und Gemeindebundes (Stand: Juni 2025), aber angepasst an die Bedürfnisse vor Ort.


Worauf wir dabei achten:

  • Planbarkeit für Eltern: verlässliche Öffnungszeiten, transparente Regelungen bei Ausfällen
  • Qualität und Personal: gute Rahmenbedingungen für Fachkräfte, klare Standards
  • Faire und nachvollziehbare Beiträge: verständliche Modelle, soziale Ausgewogenheit, klare Information
  • Mitwirkung und Kommunikation: regelmäßiger Austausch mit Eltern, kurze Wege bei Fragen und Problemen
  • Rechtssicherheit: Umsetzung im Rahmen der geltenden gesetzlichen Vorgaben
  • So schaffen wir eine Gemeinde, in der Familien sich verlassen können – und in der junge Menschen früh lernen: Demokratie beginnt im Alltag, direkt vor Ort.


 

5. Bürgerhaus 

  • Langfristiger Erhalt als Ort der Gemeinschaft im finanziell vertretbarem Rahmen für die Gemeinde 
  • Erhalt des Jugendzentrums (JUZ) langfristig sichern 
  • Nutzung für Vereine verbessern 


Das Bürgerhaus als Ort für alle Generationen sichern

Das Bürgerhaus ist ein zentraler Treffpunkt für das gesellschaftliche Leben in Großkrotzenburg – ein Ort, an dem Vereine, Verbände und Familien zusammenkommen. Der Erhalt und die Seite 14 Freitag aktuell - KW 11 13. März 2026 Zukunftssicherung dieses Hauses sind für unsere Gemeinde von großer Bedeutung. In den vergangenen Jahren wurde das Bürgerhaus jedoch zunehmend vernachlässigt. Es fehlten Investitionen in Wartung und Instandhaltung, und auch die Kontrolle der vertraglichen Verpflichtungen des Pächters blieb aus. Erst durch den Einzug unserer Initiative in die Gemeindevertretung kam wieder Bewegung in das Thema. Gemeinsam mit SPD und FDP konnte die Sanierung des Dachs angestoßen und umgesetzt werden – ein wichtiger erster Schritt.

Jetzt geht es darum, das Bürgerhaus dauerhaft zukunftsfähig zu machen. Unser Konzept sieht vor, das Gebäude an einen Pächter zu vergeben, der die notwendigen Investitionen eigenständig trägt und das Bürgerhaus im Rahmen eines Erbbaurechts betreibt. Das bedeutet: Der Pächter übernimmt das Gebäude für einen längeren Zeitraum, zahlt jedoch für das Grundstück einen angemessenen jährlichen Erbpachtzins. Die Erfahrung zeigt, dass ein Eigenbetrieb für die Gemeinde langfristig nicht tragfähig ist. In der Vergangenheit lagen die jährlichen Verluste zwischen 150.000 und 300.000 Euro – ohne notwendige Modernisierungen einzubeziehen. Um das Bürgerhaus auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen, sind Investitionen von rund 4 bis 6 Millionen Euro erforderlich. Diese Summe kann die Gemeinde nicht leisten.
Deshalb setzen wir auf eine partnerschaftliche Lösung mit einem Investor, der bereit ist, in das Bürgerhaus zu investieren und es im Sinne der Bürger zu betreiben. So bleibt es das, was es immer war – ein lebendiger Ort der Begegnung, des Feierns und des gemeinschaftlichen Lebens in Großkrotzenburg. 

Wir wollen das Bürgerhaus nicht nur erhalten, sondern ihm eine echte Zukunft geben – als Herzstück unseres Zusammenlebens und Zeichen gelebter Gemeinschaft.

6. Gemeinschaftsunterkunft

  • Schaffung einer neuen Unterkunft für geflüchtete Menschen mit Augenmaß
  • schnellstmögliche Abschaffung des Sicherheitsdienstes (Einsparung von ca. 0,5 Mio./Jahr) 
  • Beibehaltung der fachlichen Betreuung durch das vorhandene Personal (Sozialarbeiter, Standortleiter und Hausmeister)


Die Initiative setzt sich dafür ein, dass an Stelle der maroden Containeranlage an gleichem Ort eine neue Gemeinschaftsunterkunft in Modulbauweise gebaut wird - das Ganze allerdings mit sehr viel Augenmaß.


Mit einem Dringlichkeitsantrag in der Novembersitzung 2021 der Gemeindevertretung versuchte die Fraktion der Initiative, die fachliche Betreuung der Flüchtlinge sicherzustellen. Es dauerte dreieinhalb Jahre, bis hier von der Verwaltung Vollzug gemeldet werden konnte. Unsere Absicht war, mit dieser Maßnahme auch die Kosten für den Sicherheitsdienst zurückzufahren. Klar ist: Wir sind auch weiterhin für die Beibehaltung des Fachpersonals (Sozialarbeiter, Standortleiter, Hausmeister) zur Betreuung der Flüchtlinge. Allerdings kann nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Betriebskosten für die Gemeinschaftsunterkunft z.Zt. ca. 900.000 – 1.000.000 € betragen, wovon die Gemeinde ca. 600.000 € aufbringen muss. Und dass, obwohl die eigentliche finanzielle Verantwortung bei Bund und Land liegen („Wer bestellt, bezahlt.“),
die jedoch für höchstens 1/3 der Kosten einstehen.

Für uns stellt sich hier die Frage, welche Einsparmöglichkeiten im Rahmen der Betriebskosten sich bieten, um einen höheren Kostendeckungsgrad zu erreichen. Oberste Priorität hat die Abschaffung des Sicherheitsdienstes, der eine freiwillige Leistungder Gemeinde und keine Pflichtaufgabe ist. In 2024 wurden ca. 440.000 € (d.h. monatlich 37.000 €) und in 2025 ca. 300.000 €
aufgebracht. Im Haushalt 2026 ist noch ein Betrag im 6-stelligen Bereich für den Sicherheitsdienst vorgesehen, obwohl ab Mitte 2026 mit dem Neubau der Gemeinschaftsunterkunft begonnen werden soll. Unsere Vorstöße zur Reduzierung bzw. Abschaffung des Sicherheitsdienstes wurden im Parlament regelmäßig mit der Stimmenmehrheit von CDU, Grünen und SPD abgelehnt. Diese Summen, mittlerweile im Millionenbereich, fehlten und fehlen uns bei anderen Projekten zur Verbesserung der Infrastruktur oder auch beispielsweise zur Unterstützung unserer Vereine.

Der Neubau der Gemeinschaftsunterkunft, den wir unterstützen, wird die Gemeinde, trotz Zuweisungen und Fördermittel, immer noch genügend Geld kosten. Umso wichtiger ist es, mit den Steuergeldern der Bürger verantwortungsvoll umzugehen, und das heißt für uns: Nur so viel bauen, wie man wirklich braucht und sich auch leisten kann. Alles andere ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage der Gemeinde finanziell und gesellschaftlich nicht mehr vertretbar.

7. Oberwaldstadion 

  • Schaffung eines Gewerbegebietes 
  • Anpassung des Bebauungsplans 
  • Erschließung und Vermarktung vorrangig an ortsansässige Gewerbetreibende


Neue Chance am Oberwaldstadion

In dieser Woche möchten wir Ihnen einen weiteren zentralen Punkt unseres Wahlprogramms vorstellen: die Entwicklung eines Gewerbegebiets am Oberwaldstadion. Seit Jahren beobachten wir mit Sorge, dass Gewerbetreibende unserer Gemeinde den Rücken kehren. Der Grund ist klar: In Großkrotzenburg fehlen geeignete Flächen für Unternehmen, die expandieren oder sich neu ansiedeln möchten. Gewerbesteuerzahler sehen sich daher gezwungen, aufgrund von Platzmangel in andere Kommunen auszuweichen. Auch das bestehende Gewerbegebiet West konnte bislang nicht in dem Maße weiterentwickelt werden, wie es sich viele Bürgerinnen und Bürger gewünscht hätten. Insbesondere wegen dem TenneT-Umspannwerk sind dort keine Möglichkeiten zur Ansiedlung neuer Firmen und Handwerksbetriebe möglich.
 
Neue Chance am Oberwaldstadion
Nun bietet sich jedoch eine neue Perspektive: Im Bereich des Oberwaldstadion stehen rund 11.000 Quadratmeter Sportgelände zur Verfügung, die derzeit nicht aktiv von der FC Germania 1909 e.V. genutzt werden. Dieses Potenzial sollte geprüft werden, um dort ein neues Gewerbegebiet zu entwickeln. Die Idee wird seit Jahren diskutiert – jetzt ist es an der Zeit, den nächsten Schritt
zu gehen und konkrete Maßnahmen einzuleiten.

Klare Schritte zur Umsetzung
Der erste notwendige Schritt ist die Anpassung des Bebauungsplans sowie des Flächennutzungsplans. Die betreffende Fläche müsste offiziell von einem Sportgelände in ein Gewerbegebiet umgewidmet werden. Im Anschluss kann die Erschließung konkret geplant werden. Selbstverständlich ist uns bewusst, dass damit Investitionen verbunden sind. Hier gibt es verschiedeneMöglichkeiten.

Unser Ziel
Unser Ziel ist es, den örtlichen Gewerbetreibenden Wachstumsperspektiven zu ermöglichen und gleichzeitig neue Unternehmen für Großkrotzenburg zu gewinnen. Eine starke wirtschaftliche Basis sichert Arbeitsplätze, stärkt die Gemeindefinanzen und schafft langfristig Gestaltungsspielräume für wichtige Zukunftsinvestitionen. Großkrotzenburg braucht Entwicklung – und wir als Initiative wollen sie verantwortungsvoll gestalten.

 

8. Brandruine ehemaliges Posthotel 

  • alle rechtlichen Instrumente ausschöpfen 
  • Gelände des Posthotels einer Nutzung im Interesse der Gemeinde zuzuführen 


Die Bauruine in der „Neuen Mitte“ von Großkrotzenburg – ein Mahnmal des Stillstands

Die Initiative wird sich dafür einsetzen, dass alle rechtlichen Mittelausgeschöpft werden, um das Gelände des ehemaligen Posthotels einer Nutzung im Interesse der Gemeinde Großkrotzenburg zuzuführen. In der „Neuen Mitte“ der Gemeinde Großkrotzenburg steht ein Gebäude, das viele lieber nicht mehr ansehen möchten: das ehemalige Hotel mit der früheren Postfiliale. Was einst ein lebendiger Treffpunkt war, ist heute eine Bauruine – und ein Sinnbild für jahrelangen Stillstand. Nach dem Tod des Hotelbetreibers begann der schleichende Verfall. Zunächst schloss die Post ihre Filiale, später wurde das Gebäude zunehmend sich selbst überlassen. Fenster wurden beschädigt, das Erscheinungsbild immer trostloser, die Bausubstanz immer schlechter. Für unsere Gemeinde, in der die „Neue Mitte“ eigentlich ein Aushängeschild sein sollte, ist dieser Zustand nicht mehr hinnehmbar. Ein trauriger Höhepunkt wurde im August 2022 erreicht, als ein Brand den Dachstuhl zerstörte. Die Flammen waren weithin sichtbar. Inzwischen ist bekannt, dass es sich um Brandstiftung gehandelt hat. Seitdem ist das Gebäude nicht nur eine optische Belastung, sondern auch ein Symbol für ungelöste Probleme und verpasste Chancen.
In Artikel 14 Abs. 2 des Grundgesetzes wird folgendes bestimmt „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Doch nicht jeder handelt auch danach. Die Gemeinde steht derzeit weitgehend machtlos da, denn es gibt leider keine wirksamen Möglichkeiten, den Eigentümer zu einer Sanierung oder zu einem Abriss zu bewegen. Selbst die zwischenzeitlich diskutierte Nutzung des Gebäudes als Flüchtlingsunterkunft kam nicht zustande. Um zumindest für die Zukunft handlungsfähiger zu sein, hat die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 20. Februar 2026 inzwischen eine Vorkaufssatzung beschlossen. Damit hätte sie im Falle eines Verkaufs die Möglichkeit, selbst einzugreifen und Einfluss auf die weitere Entwicklung des Grundstücks zu nehmen. Wann – und ob – dieser Fall eintritt, steht jedoch in den Sternen. Bis dahin bleibt die Ruine ein Mahnmal für die begrenzten Handlungsmöglichkeiten der Kommune und für einen Zustand, der dem Ortsbild von Großkrotzenburg seit Jahren schadet. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, leider können wir Ihnen aktuell noch keine positiven Nachrichten geben. Seien Sie jedoch versichert: Wir als Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg mbleiben an diesem Thema dran und lassen hier nicht locker.


9. Neuen Wohnraum fördern 

  • Beteiligung an Planungen zur Erschließung eines Neubaugebietes 
  • Unterstützung der Bemühungen der Verwaltung zur Nachverdichtung im Ort 

Neuen Wohnraum fördern – mit Augenmaß 

Der Bedarf an bezahlbarem und passendem Wohnraum ist auch in Großkrotzenburg deutlich spürbar. Familien, ältere Menschen und Beschäftigte vor Ort stehen zunehmend vor der Frage, wie und wo sie künftig wohnen können. Gleichzeitig sind die verfügbaren Flächen begrenzt und müssen verantwortungsvoll genutzt werden. Die Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg setzt sich daher für eine maßvolle und vorausschauende Wohnraumentwicklung ein. Dazu gehört die Beteiligung an der Planung eines neuen Wohngebietes, sofern diese städtebaulich sinnvoll ist und von Anfang an mitgedacht wird: mit ausreichender Infrastruktur wie Verkehrsanbindung, Kinderbetreuung, Nahversorgung und Grünflächen. Reine Flächenausweisungen ohne Konzept lehnen wir ab. Ebenso wichtig ist die Nachverdichtung im bestehenden Ort, wo sie verträglich möglich ist. Dazu zählt der Ausbau vorhandener Gebäude, die Nutzung brachliegender Grundstücke und ergänzendes Bauen im Bestand. So kann Wohnraum geschaffen werden, ohne neue Flächen unnötig zu versiegeln.
Unser Anspruch ist klar: Qualität vor Quantität, transparente Planungen und eine Entwicklung, die Großkrotzenburg langfristig
stärkt – sozial, finanziell und städtebaulich.


10.   Lokaler Klima- und Umweltschutz 

  • Ausbau Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden prüfen 
  • Nutzung von Fördermitteln


Für die Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg ist lokaler Klima- und Umweltschutz ein wichtiges und alle Generationen betreffendes Thema. Wir sehen die aktuell gestaltenden Akteure in der Verantwortung, alle Möglichkeiten zur Verbesserung der Umwelt und zur Reduzierung der klimaschädlichen Auswirkungen zu ergreifen. Das Land Hessen hat sich verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein. Der Weg dazu wird nicht in der Landeshauptstadt Wiesbaden allein beschritten. Wir haben hier vor Ort zahlreiche Anlässe und Möglichkeiten, die ergriffen werden könnten.


Wir treten dafür ein, dass Großkrotzenburg sich den Hessischen Klima-Kommunen anschließt (https://www.klima-kommunenhessen.de/). Ein Besuch dieser Homepage gibt Anregungen und Gelegenheiten, von anderen Kommunen zu lernen und erfolgreiche Projekte zu übernehmen. Darüber hinaus werden die verschiedenen Projekte und Maßnahmen gefördert. Was es dafür braucht, ist die Mitgliedschaft im Bündnis der hessischen Klima- Kommunen und einen Aktionsplan, wie das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 erreicht werden kann. Wir sind der Meinung, dass jedes Gemeinwesen verpflichtet ist, den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt und entsprechende Ressourcen zu hinterlassen. Die Landes-Energie-Agentur Hessen (LEA, https://www.lea-hessen.de/buergerinnen-und-buerger/foer dermittelfinden) bietet allen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen eine Fördermitteldatenbank und inhaltliche Beratungsangebote an. Wir treten dafür ein, dass bei allen kommunalen Vorhaben diese Fördermitteldatenbank durchsucht wird und die Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden. Wir sind auch der Überzeugung, dass eine Kommune bespielhaft vorangehen muss und so die Bürgerinnen und Bürger bei der Erreichung des Klimaziels unterstützen kann.

Beispielhaftes Vorgehen in diesem Sinne wären Photovoltaikanlagen auf allen öffentlichen Gebäuden, Wassersparmaßnahmen in allen öffentlichen Einrichtungen, der Bau von Zisternen, Entsiegelung und Bepflanzung mit Blühpflanzen und Bäumen, frühzeitige Reparatur und Instandhaltung der öffentlichen Infrastruktur z.B. der Straßen und Gehwege. Maßnahmen und Ideen, deren Umsetzung schnell und mit geringem Aufwand möglich wären. So könnten schnell Einsparungen erzielt und Verbesserungen wirksam werden und auch häufig kostenträchtige Schäden sowie Sanierungen vermieden werden. Selbstverständlich ist die Aufzählung nicht vollständig und alle sind aufgefordert, hier mitzuarbeiten und ihre Vorschläge zur Verbesserung des Klima- und Umweltschutzes auf kommunaler Ebene einzubringen.

 

11.   Straßenbeitragssatzung 

  • Gerechte Verteilung der Kosten 
  • Entlastung der Anlieger 


Wir stehen für

  • eine gerechtere Verteilung der Kosten durch die Einführung wiederkehrender Straßenausbaubeiträge, die von allen getragen werden. Diese Variante ermöglicht eine faire Verteilung der Abgabenlast auf viele Schultern und viele Jahre. Die Ermöglichung von Ratenzahlungen für die betroffenen Bürger und Anlieger, um die Grundstücksbesitzer vor hohen Einmalzahlungen zu schützen.
  • eine sukzessive Erneuerung bzw. Sanierung der teilweise älteren Straßen.


12. Gemeindewerke 

  • Fernwärme, Strom, Gas und Wasser für alle Bürger bezahlbar zu halten 
  • Prüfung aller Optionen, dazu gehört auch die Beteiligung eines starken Partners

 

Gemeindewerke Großkrotzenburg

Seit vielen Jahren sichern die Gemeindewerke zuverlässig die Versorgung der Großkrotzenburger Haushalte mit Fernwärme, Strom, Gas, und Wasser. Die Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg tritt dafür ein, dass Kundennähe und Versorgungssicherheit auch weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Fernwärme
Bis vor wenigen Jahren wurde Fernwärme kostengünstig vom Kraftwerk Staudinger bezogen. Durch den beschlossenen Kohleausstiegm und dem letztendlichen Scheitern einer eigenen kostengünstigen Erzeugung hat sich die Fernwärme in den letzten Jahren massiv verteuert. Das frühere sehr niedrige Preisniveau wird sich kaum wieder erreichen lassen. Der begonnene Bezug
über die Stadtwerke Hanau hat die Situation bereits verbessert, reicht aber noch nicht aus. Deshalb setzen wir uns für eine intensivere Kooperation mit Hanau ein, damit auch Großkrotzenburger Haushalte von deren günstigeren Preisen profitieren können. Falls dafür eine Ausgliederung der Sparte „Fernwärme“ nötig ist, sollte dies ergebnisoffen geprüft werden.

Strom, Gas und Wasser
Die Märkte in diesen Bereichen werden zunehmend komplexer und die gesetzlichen Anforderungen steigen kontinuierlich. Für ein vergleichsweise kleines Unternehmen wie die Gemeindewerke wird es immer schwieriger, in diesem Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und attraktive Angebote für die Bürger zu entwickeln. Zum Wohle der Großkrotzenburgerinnen und Großkrotzenburger halten wir daher eine deutlich engere Zusammenarbeit mit starken Partnern für sinnvoll. Dabei sollten alle Optionen geprüft werden – von gemeinsamen Projekten bis hin zu Beteiligungen –, um Synergien zu nutzen und die Versorgung langfristig zu sichern.


13. Vereinsarbeit 

  • Überarbeitung der Förderrichtlinien 
  • Vereine fördern und fordern (z.B. Gründung Vereinsring) 


Wir setzen uns dafür ein, dass die Vereine mehr Unterstützung in Form von Informationen erhalten. Für Vereine in Hessen gibt es verschiedene Förderrichtlinien und Programme vom Land Hessen.
Diese Informationen sollen auf der Homepage der Gemeinde hinterlegt werden. Jeder Verein hat so die Möglichkeit, auf den entsprechenden Portalen für seinen Verein die richtige Richtlinie zu finden. Unter dem Motto „Gemeinschaft macht stark“ möchten wir den Anstoß zur Schaffung eines Vereinsringes, Interessengemeinschaft der örtlichen Vereine, geben.


14. Bäder in Großkrotzenburg 

Spessartblick / Hallenbad

  •  Öffnung des Strandbades Spessartblick auch außerhalb der Badesaison
  • Attraktive Öffnungszeiten für Ortsbürger im Hallenbad 


Bäder sind mehr als Freizeitangebote – sie sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, der Gesundheitsprävention und des sozialen Lebens. Großkrotzenburg verfügt mit dem Strandbad Spessartblick und dem Hallenbad über zwei wichtige Einrichtungen, die besser genutzt werden können.
Wir setzen uns dafür ein, das Strandbad Spessartblick auch außerhalb der klassischen Badesaison zugänglich zu machen. Gerade in den Übergangsmonaten bietet das Gelände einen hohen Erholungswert für Spaziergänger, Familien und Senioren. Eine saisonverlängerte Öffnung – auch ohne Badebetrieb – schafft  Aufenthaltsqualität und belebt den Ort. Die Unterstützung der Wasserfreunde, die das Hallenbad betreiben, finden wir sinnvoll.
Für eine freie Zeit zum Schwimmen für Großkrotzenburger Bürgerinnen und Bürger, außer Sonntagvormittag, werden wir uns einsetzen. Unser Ziel ist eine bessere Auslastung der bestehenden Infrastruktur, mehr Lebensqualität und ein faires Angebot für die Bürgerinnen und Bürger von Großkrotzenburg. 

 Anträge

 Anfragen

 Redebeiträge

 Berichte aus der Gemeindevertretung